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Wissenswertes.

Das erste Kind, das mittels Befruchtung im Reagenzglas gezeugt worden war, wurde 1978 geboren und damals als „Retortenbaby“ bezeichnet. Sein Name ist Louise Brown. Heute ist sie verheiratet und hat selbst Kinder. Die Doktoren Steptoe und Edwards waren die Urheber dieses großen Ereignisses, das zur vollen Entwicklung der außerkörperlichen Befruchtung führte. Seitdem wurden auf der ganzen Welt Hunderttausende so befruchtete Kinder geboren, und ihre Zahl erhöht sich Jahr für Jahr.

Laut der Fruchtbarkeitsindexe kann man davon ausgehen, dass 17 % der Paare in zeugungsfähigem Alter irgendeine Schwierigkeit bei der Fortpflanzung haben. Der bedeutende Rückgang der Samenqualität, der in den letzten 30 Jahren beobachtet wurde und dessen Ursachen unter anderem auf die vermehrte Anwendung chemischer Substanzen (Pestizide, Herbizide etc.) zurückgeführt werden, die immer später getroffene Entscheidung der Frau, ein Kind haben zu wollen, und der Stress, durch den unser heutiges Leben gekennzeichnet ist, sind die Hauptursachen für den Rückgang der Fruchtbarkeit.

 
 

Das Alter der Frau ist ein Faktor von höchster Bedeutung für eine erfolgreiche Befruchtung, im Gegensatz zum Alter des Mannes. Der Grund dafür ist einfach: Die Frau trägt bei ihrer Geburt bereits alle Eizellen, die sie im Laufe ihres Lebens produzieren wird, in sich, d. h., wenn sie in die Pubertät kommt und die Menstruationszyklen beginnen, nimmt die Zahl dieser Eizellen ab und die Menopause und somit das Verschwinden der Menstruation beginnt, wenn ihre Anzahl sich erschöpft. Beim Mann dagegen werden die Samenzellen ständig von den Samenmutterzellen produziert.

Mit anderen Worten, die Eizellen einer 30-jährigen Frau sind 30 Jahre alt, die Samenzellen eines 30-jährigen Mannes dagegen wurden gerade erst hergestellt. Dies ist auch der Fall, wenn er z.B. bereits 40 Jahre alt ist. Daher ist bei der Frau ab 35 eine mit den Jahren zunehmende Verringerung der Fruchtbarkeit festzustellen. Die Fruchtbarkeit des Mannes bleibt dagegen während seines ganzen Lebens fast unverändert.

 
 

“Die Mutterschaft ab 50”. Diese Schlagzeile war jüngst in der Presse zu lesen. Dank der außerkörperlichen Befruchtung ist eine Mutterschaft auch jenseits eines bestimmten Alters möglich.

Eine Frau ab 50 befindet sich höchstwahrscheinlich in der Menopause und es ist daher „unmöglich”, dass sie schwanger wird. Aber dem ist nicht so. Es ist zwar unmöglich, dass sie auf natürliche Weise mit ihren eigenen Eizellen schwanger wird, vor allem, wenn sie sich in der Menopause befindet, die sich durch ein völliges Fehlen der Eizellen kennzeichnet. Wenn jedoch Eizellen einer jungen Frau verwendet werden, kann sie durchaus schwanger werden. Dies erklärt die oben stehende Schlagzeile..





 
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