Am Tag des Eisprungs gibt der männliche Partner 1 bis 2 Stunden vor der Befruchtung eine Samenprobe im Labor ab, die behandelt wird, um die beweglichen Samenzellen wiederzugewinnen und sie in einem kleinen Volumen zu konzentrieren. Später werden sie mit Hilfe einer Kanüle in die Gebärmutter eingepflanzt, wodurch der lange Weg, den sie sonst auf natürliche Weise von der Vagina bis zum Eileiter zurücklegen, wo die Befruchtung der Eizelle durch die Samenzelle vonstatten geht, vermieden wird.
Zur Erhöhung der Erfolgsaussichten werden die Eierstöcke gewöhnlich leicht stimuliert, um die Entwicklung von mindestens 1 oder 2 Eizellen sicherzustellen. Daher wird die ganze Behandlung über Ultraschallbilder kontrolliert. So wissen wir, wie viele Eizellen produziert werden und können den Tag festlegen, an dem sich der Eisprung ereignet. Dennoch liegen die Erfolgsaussichten bei dieser Technik bei nur ca.15 – 20 % je Versuch. Sobald eine Schwangerschaft erreicht ist, wird es bei jedem vierten Mal Zwillinge geben.
Damit der Erfolg garantiert ist, müssen wir sicherstellen, dass wenigstens ein Eileiter durchlässig ist und mindestens 2-3 Millionen Samenzellen mit progressiver Beweglichkeit vorhanden sind. Sollte es nach 3-4 Zyklen immer noch keine Schwangerschaft erreicht sein, so ist es ratsam, eine Befruchtung im Reagenzglas.